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Andalusien Sehenswürdigkeiten

Andalusien mit dem Fahrrad (E-Bike) erleben – zum Reiseverlauf

Andalusien Sehenswürdigkeiten

Andalusien bietet den Besuchern weitaus mehr wie nur Sonne, Berge und Meer. In die wunderschöne Natur reihen sich malerische Dörfer, außergewöhnliche Städte und faszinierende Festungen, die noch aus Zeiten der Mauren stammen. Zudem hat Andalusien Sehenswürdigkeiten, bei denen selbst Kulturmuffel voll auf ihre Kosten kommen. Neben der berühmt berüchtigten Alhambra in Granada, der Puente Nuevo Brücke in Ronda wie auch den Sehenswürdigkeiten in Sevilla, sind die Kathedrale in Córdoba (Cordoba) oder das Dorf El Burgo absolut sehenswert. Die Natur in Andalusien natürlich nicht zu vergessen.
Insbesondere Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, muss man gesehen haben, wenn man in Andalusien ist. Diese Stadt verzaubert jeden und zudem ist sie die Wiege des Flamencos, was im Viertel Triana nicht zu übersehen ist. Das wichtigste Wahrzeichen in Sevilla ist der Alcázar Palast, der noch von den Mauren stammt. Doch auch die Stierkampfarena Plaza de Toros de la Maestranza oder die gotische Kathedrale mit dem Grabmal von Christoph Kolumbus sind empfehlenswert.
Ronda hingegen ist ein kleines Städtchen, welches zu den außergewöhnlichen weißen Dörfern zählt und ein Touristenmagnet ist. Das Städtchen selbst verfügt über drei Brücken, die Puente Árabe (die arabische Brücke), die Puente Viejo (die alte Brücke) und die Puente Nuevo (die neue Brücke), die zu den wichtigsten und bekanntesten zählt.
Doch auch Granada ist eine Reise wert und die Stadt zählt außerdem zu den schönsten in Andalusien. Das Flair werden Sie in keiner anderen Stadt so erleben, wie es in Granada ist. Dies ist mit Sicherheit auch dem Zigeunerviertel Sacromonte oder dem Albaicin zu verdanken, dass die Stadt zu etwas ganz Besonderem macht.
Auf Ihrer E-Bike Tour durch Andalusien werden Sie schnell feststellen, dass hier teilweise die Zeit noch stehen geblieben ist und die Uhren anders ticken. Vor allem in den Dörfern und kleine Städten ist Stress ein Fremdwort und es geht gemütlich zu. In Andalusien können Sie dem Alltag entfliehen und eine außergewöhnliche Tour mit den Elektrofahrrädern machen, Land und Leute kennenlernen und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Andalusien bewundern.
Lassen Sie sich also treiben, vergessen Sie den Alltag und entdecken Sie, was es heißt zu leben und die Seele baumeln zu lassen.



Ronda Sehenswürdigkeiten

Andalusien Sehenswürdigkeiten - E-bike Reise Andalusien-Ronda

Der erste Tag der E-Bike Reise führt Sie vom Flughafen Malaga nach Ronda. Ronda liegt auf einem Berggipfel und hat eine atemberaubende Lage. Oberhalb einer tiefen Schlucht, der Schlucht El Tajo, liegt diese kleine Stadt, die etwa aus dem 15. Jahrhundert stammt. Vor allem an der Altstadt können Sie sehen, dass sie noch aus der maurischen Zeit stammt, was unschwer an den arabischen Einflüssen zu erkennen ist. Sehr bekannt ist dabei die Puente Nuevo, die Steinbrücke, die über die Schlucht führt. Dies liegt daran, dass Sie von hier aus eine traumhaft schöne Aussicht über die ganze Region haben und Bilder machen können, die ihre Erinnerungen festhalten.

Durch den Canyon nach Ronda

Allein der Weg von Malaga nach Ronda wird ihre ganze Aufmerksamkeit fordern, da wir durch den Canyon fahren, der nicht nur wunderschön, sondern auch überwältigend ist. Nicht umsonst werden die Bergstraßen rund um Ronda, mit ihren Serpentinen, als die schönsten Autotouren der Welt genannt. Während wir vom Meer aus immer höher die Serpentinen entlangfahren, werden Sie schnell die Veränderung der Natur wahrnehmen und je höher wir kommen, desto grüner wird es. Olivenhaine so weit das Auge reicht und Orangenplantagen, die zum Pflücken einladen. Wer im Frühling diese E-Bike Reise macht, wird von dem süßlich betörenden Duft der Orangenbäume nicht genug bekommen können.

Ronda die weiße Stadt

Ronda, die weiße Stadt hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Dabei ist sie eigentlich selbst schon ein Highlight. Insbesondere diese Sehenswürdigkeiten in Ronda sind sehr beliebt und ziehen jährlich Millionen Besucher an. An erster Stelle steht natürlich die Stierkampfarena Plaza de Toro de Ronda. Doch auch die arabischen Bäder sind sehr sehenswert. Zudem sind der Mondragon Palace wie auch das Casa del Rey Moro aus dem 14. Jahrhundert äußerst eindrucksvoll.
Weiterhin werden Sie durch Oliven- und Orangenhaine schlendern können, den Ausblick auf die Sierra genießen und einfach den Tag hinter sich lassen können. Der Ausblick auf die Sierra de Grazalema wie auch die Sierra de las Nieves lässt sie alles vergessen und Sie werden merken, dass Sie im „E-Bike-Urlaub“ angekommen sind.
Die Übernachtung in der Nähe von Ronda wird in dem historischen Cortijo Molino del Arco stattfinden. Das wunderschöne kleinen Hotel mit 16 Zimmern liegt mitten in der Sierra de Grazalema und bietet Ihnen eine überwältigenden Blick auf den Naturpark, mit seiner faszinierenden Flora und Fauna.

El Burgo

Andalusien Sehenswürdigkeiten: El Burgo

Der zweite Tag startet mit der Reise nach El Burgo, ein kleines weißes Dorf, mitten in den Bergen. Dort werden wir auch zu Mittag essen und danach steht jedem frei, was er unternehmen möchte. El Burgo sollte sich dabei wirklich genauer angeschaut werden. Das kleine Dorf mit seinen verwinkelten Gassen und den alten Häusern ist sehr sehenswert und bietet zahlreiche Fotomotive. Doch auch der Wasserfall Charco de la Caldera ist einen Besuch wert, da die Natur hier ganze Arbeit geleistet hat. Dabei ist der kristallklare Jorox Fluss zwischen Schluchten und Obstgärten zu bewundern, der sich malerisch durch die Landschaft zieht. An der Grenze der Sierra de las Nieves ist dieses landschaftliche Ereignis zu bewundern.
Doch auch die Aussicht wird Sie entzücken. Lassen Sie sich von der Weite Andalusiens verzaubern, entdecken Sie wunderschöne Felsformationen, riesige Obstplantagen und einen Himmel so blau, wie Sie ihn noch nicht gesehen haben. Streifen Sie durch die Berge, entdecken Sie die Tier- und Pflanzenwelt und lassen Sie sich einfach rund um El Burgo treiben.

Sevilla – Hauptstadt Andalusiens

Andalusien Sehenswürdigkeiten - Sevilla

Als die Hauptstadt der Region Andalusiens ist Sevilla mit einer Einwohnerzahl von fast 700.000 eine der größten Städte Spaniens und sehr beeindruckend. Hier tobt das spanische Leben, aber nicht im Sinne von Stress! Lebenslust ist hier überall spürbar und die Bars sind immer voller Einheimischen, die sich zum Karten oder Domino spielen treffen. Wer Sevilla nicht erlebt hat, hat ganz viel Lebenslust an sich vorüberziehen lassen.

La Giralda und die Kathedrale von Sevilla

Bereits von Weitem werden Sie, Sevilla anhand des Turms der Giralda deutlich erkennen. Obwohl der Glockenturm nicht mehr zu den höchsten Gebäuden der Welt gehört, wie im Mittelalter, so sticht er dem Besucher doch imposant ins Auge.
Historischer Hintergrund: Im 12. Jahrhundert wurde der Turm Giralda aus roten Backsteinen erbaut. Zu Zeiten der Mauren diente die Giralda als Minarett. Wie ein Kirchturm an einer Kirche, so gehört das Minarette zu einer Moschee. Nachdem die Stadt von den Katholiken erobert wurde, wurde die Hauptmoschee als Kirche genutzt. Später wurde diese Moschee niedergerissen, um an deren Stelle die heutige Kathedrale zu erbauen. Das Minarett, also die Giralda, und der Orangenhof blieben erhalten. Somit ist die Giralda noch ein Monument aus maurischer Zeit und gehört mit der Kathedrale seit 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe.
Am unteren Teil des Turms sind noch architektonische Andenken an den maurischen Einfluss des Landes. Obere Bestandteile des Turms hingegen wurden restauriert und erweitert, weshalb sie dem Stil der Renaissance entsprechen. Dennoch sieht der Turm, dank der Marmorverkleidung, einheitlich aus.
In der Glockenstube befinden sich 24 Kirchenglocken sowie eine 7,5 Meter große Bronzefigur namens Giraldillo. Die Figur zeigt eine Frau mit einem Palmzweig und einer Kriegsflagge, welche die Rückeroberung der Christen repräsentiert. Die Giralda steht heutzutage für die Toleranz und Offenheit anderen Kulturen und Religionen gegenüber, da sie trotz christlichen Glaubens nicht abgerissen wurde.

Santa María de la Sede

Die größte Kirche Spaniens, der Sie unbedingt einen Besuch abstatten müssen, ist die Kathedrale mit Erzbistum, direkt in der Stadt. Die Kathedrale Santa María de la Sede beeindruckt in ihrer Dimension. Mit ihren fünf Kirchenschiffen und mehreren Kapellen gehört sie zu einer der letzten gotischen Kirchen und ist darüber hinaus die größte spätgotische Kirche auf der Welt. Die Kathedrale von Sevilla beherbergt sehr prächtige und edle Grabskulpturen, darunter auch jene von Christoph Kolumbus.
Die Hauptkapelle namens “Capilla Mayor” ist pompös dekoriert und stellt den Reichtum dar. Die Kapelle beinhaltet Holzschnitzkunst sowie viel Geschnörkeltes im gotischen Stil. Außerdem steht darin Spaniens größter Altaraufsatz – mit beeindruckenden mit 20 Metern Höhe. Die “Capilla de San Antonio” beherbergt neben vielen anderen Kunstwerken das bekannte Gemälde “La visión de San Antonio de Padua” von Murillo.
Die Kathedrale Santa Maria de la Sede ist immer einen Besuch wert. Sie werden von dieser außergewöhnlichen Kirche definitiv beeindruckt sein. Dabei ist es nicht nur die Dimension, sondern auch die Schönheit, die Sie verzaubert.

Königspalast Alcázar

Die Alcázar ist eines der ältesten Königspaläste, welche zum UNESCO Welterbe zählt. Zudem dient sie heutzutage als prunkvoller Ort von Konzerten, Theater, Kunstausstellungen und Vorträgen. Diese Zeitreise sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen, wenn Sie das Besondere erleben möchten.
Im frühen Mittelalter stand an der Stelle der heutigen Alcázar eine maurische Festung, in dem die regierende Familie lebte, was man auch heute noch, an den maurischen Feinheiten, sehen kann. Diese Festung wurde in Sevilla stets weiter ausgebaut, bis der Palast eine Größe von 3.500 qm erreichte. Viele kleine Bereiche innerhalb des Palastes wurden, mittels Mauern, als Windschutz abgegrenzt. Sowohl Berber, arabische Architekten als auch Italiener, während der Renaissance, hatten Einfluss auf die Errichtung weiterer Bestandteile des Palastes. Noch heute residiert die spanische Königsfamilie in dem Palast, wenn sie in Andalusien zu Besuch ist.
Wenn auch Sie die Alcázar besichtigen möchten, haben Sie tatsächlich die Möglichkeit, Teile des Palastes anzuschauen. Doch zu sehen gibt es den kompletten ursprünglichen Königspalast leider nicht mehr. Denn im 18. Jahrhundert wurde der Palast infolge des wirtschaftlichen Niedergangs und des Bürgerkriegs zerstört. Bei der Restaurierung nahm der Palast an Größe ab, ist allerdings bis heute sehr gut erhalten. Nach wie vor ist der Kontrast zwischen dem maurischen Stil, sowie den christlichen beziehungsweise gotischen Elementen zu erkennen.
Den auf maurischen Ruinen erbauten Königspalast zu besuchen kostet etwa 10 €. Das Besondere ist, dass der Eintritt für die Bewohner der Stadt Sevilla kostenfrei ist. Die Sehenswürdigkeit ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Santa Cruz – Das jüdische Viertel von Sevilla

Südöstlich in Sevilla, südlich des bekannten Viertels Triana, liegt das beliebte Stadtviertel Santa Cruz, dass jährlich zahlreiche Besucher anzieht, da sich hier ein Großteil der Sehenswürdigkeiten in Sevilla befinden.
Das Viertel grenzt an die Mauern des Königspalastes Alcázar und an den Fluss Quadalquivir. Der Innenhof “Patio de Banderas” befindet sich zwar außerhalb der Alcázar, grenzt allerdings ebenfalls an dessen Mauern. Das sich ergebende Bild sollten Sie sich unbedingt anschauen, da es sehr sehenswert ist. In dem Viertel sind die Kathedrale, viele Kirchen, einige Klöster und Kapellen zu finden. Ein besonderer Geheimtipp stellt die “Hospital de los vulnerables” dar. Das ehemalige Krankenhaus ist heute Veranstaltungsort und Kulturzentrum. Außerdem typisch für die Gegend ist die “Plaza die Doña Elvira”.
Die engen, kurvigen Gassen ähneln einem Labyrinth und werden Sie entzücken. Nach einer kurzen Einfindungsphase ist die Orientierung allerdings leichter als zunächst erwartet. Die Gassen sind in der schönen Altstadt exakt so breit, wie ein Esel mit zwei Wasserfässern, was zu früheren Zeiten ein besonders wichtiges Maß war. Daher wundern Sie sich nicht, wenn es recht eng zugeht.
Doch auch die Altstadt hat ein ganz besonderes Flair, da hier , da noch viele Bauwerke aus dem 12. Jahrhundert erhalten sind.
Insbesondere die Synagogen des jüdischen Viertels wurden bis Ende des 14. Jahrhunderts, dank des königlichen Schutzes, geduldet. In den Folgejahren wurden diese allerdings von Christen eingerissen, um Platz für neue Kirchen zu haben. Im 19. Jahrhundert wurden jedoch viele Bauwerke restauriert und aufgebaut. Heute ist das ehemalige jüdische Viertel Anziehungspunkt vieler Touristen, was auch Sie sich nicht entgehen lassen sollten, um die Eindrücke mit nach Hause zu nehmen.
Zu jeder Jahreszeit ist es hier der farbenfrohe Mittelpunkt des Geschehens. Vor allem im Frühling, wenn die Orangen blühen, werden Sie diesen Ort als Paradies empfinden. Besonders empfehlenswert ist der historische Garten “Jardines de Murillo”, durch den sich immer ein Bummel lohnt. Benannt ist der Garten nach dem Maler Murillo, der selbst aus der Stadt Sevilla stammte. Murillos bekanntestes Gemälde ist in einer Kapelle der Kathedrale Sevilla aufgehangen.

Plaza de España

Andalusien Sehenswürdigkeiten: Plaza de EspanaDer bekannte Platz im Süden Sevillas wurde ein Jahrzehnt lang für die iberoamerikanische Ausstellung erbaut und ist fußläufig von der Kathedrale Sevillas erreichbar. Anfang des 20. Jahrhunderts entschied der Stadtrat, eine internationale Ausstellung auszurichten. Das vordergründige Ziel war die wirtschaftliche und politische Beziehung zu Amerika zu stärken und damit war zudem die Hoffnung verbunden, die Infrastruktur der Stadt zu verbessern, wie zum Beispiel die Wasserversorgung, die Straßen und das Licht.
Die erwartete wachsende Popularität sollte Sevillas Tourismus ankurbeln und für Arbeitsplätze sorgen. Die neu errichteten Fabriken und Häfen beförderten die Stadt Sevilla an die Spitze des Landes. Der daraus resultierende Wohlstand ermöglichte den Bau von neuen prunkvollen Gärten, Parkanlagen und Alleen. Im Zuge dessen wurde der Maria Luisa Park errichtet, in dem später die Plaza de España erbaut wurde. Auch eine kleine Lokomotive, der Zug Liliput, fuhr für jene Zeit zwischen den Ausstellungsplätzen und war eine Attraktion schlechthin.
Für diese iberoamerikanische Ausstellung, die 1929 bis 1930 stattfand, sollte die Stadt ein erstklassiger Gastgeber sein. Ursprünglich war die Ausstellung für das Jahr 1911 geplant. Der Erste Weltkrieg und seine dramatischen Folgen führten dazu, dass die Ausstellung erst 1929 stattfinden konnte. Pünktlich zur Eröffnung wurde auch das größte Gebäude, jenes auf der Plaza de España der Ausstellung, fertiggestellt.
Die Plaza de España ist ein sehr imposanter Platz mit einer Fläche von 50.000 qm, wovon über die Hälfte ein offenes Areal ist. In Form eines Halbkreises wird der Platz von einem Gebäude umrandet, welches an den Stil der Renaissance und Barockzeit erinnert. Der Stil spiegelt sich besonders in den seitlichen Türmen wieder. Zwischen diesen befindet sich heute das Regierungsgebäude der Provinz Andalusien.
Der Halbkreis hat einen Durchmesser von 200 Metern und soll eine Umarmung symbolisieren – jene mit den iberoamerikanischen Ländern, die ehemalige spanische Kolonien waren. Der Baustil, dessen Material Backsteine, Marmor und Keramik sind, repräsentiert die Architektur des Landes. Mit Liebe zum Detail ist die Fassade mit Ornamenten bestückt. Auf ihnen sind die 48 Provinzen Spaniens abgebildet. Sowohl Landkarten, Landeswappen, eine alphabetische Auflistung, als auch historische Geschehnisse sind malerisch festgehalten.
Was jedoch nicht zur Ausstellung gehörte und das teuerste Element der Umbauten werden sollte , war der Hauptbrunnen in der Mitte des Platzes. Um den Brunnen herum führt ein Kanal, der mittels einer der vier Brücken überquert werden kann. Die Anzahl der Brücken steht für die vier spanischen Königreiche.
Die Plaza de España ist so gewaltig, dass sie bereits Schauplatz von namhaften Spielfilmen wie Star Wars war.

Die Stierkampfarena von Sevilla

Direkt am Fluss Canal de Alfonso gelegen ist die Stierkampfarena. Der Stierkampf stammt ursprünglich aus Andalusien und ist mit 150 Arenen auf eine jahrhundertealte Tradition zurückzuführen. Die Stierkampfarena in Sevilla ist neben jener in Madrid eine der ältesten Arenen Spaniens.
Die Arena Plaza de Toros de la Real Maestranza wurde circa 1761 errichtet und spiegelt den maurischen Einfluss wieder. In dem ovalförmigen Schauplatz finden über zehntausend Zuschauer Platz.
In der Stierkampfarena von Sevilla können heutzutage sowohl das Museum als auch nach wie vor Stierkämpfe besucht werden. Dabei finden die Stierkämpfe immer von März bis Oktober statt und ziehen zahlreiche Touristen in ihren Bann. Auch wenn bereits ein Umdenken stattfindet, wird jedoch noch viel Zeit ins Land gehen, bis auch Sevilla die Stierkämpfe verbietet.

Exkurs – Stierkampf grausames Ritual aus Tradition

Auch in Spanien gilt der Stierkampf nicht als unumstritten. Die Befürworter berufen sich auf die Tradition und konnten erreichen, dass die “Stierkampfkunst” 2013 als “nationales Kulturerbe” eingetragen wurde. Auf der anderen Seite spricht sich die Mehrheit Spaniens in den letzten Jahren gegen die Tötung der Tiere aus. Infolgedessen werden die Torero-Schulen nicht mehr staatlich subventioniert und die Zahl der Berufsinteressierten sinkt. Daher werden die Stierkämpfe in den letzten Jahren immer weiter durch Stiertänze oder andere Möglichkeiten ersetzt, in denen der Stier nicht getötet wird. Ein solcher Tanz mit Stier ist absolut sehenswert und ist von Anmut kaum zu übertreffen.
Ein weit verbreiteter Irrglaube beim Stierkampf besagt, dass Stiere auf das rote Tuch aggressiv reagieren. Wie kann das allerdings sein, sind Stiere doch farbenblind?!
Wie läuft also ein Stierkampf ab?
In der ersten Phase wird der Stier mit einem andersfarbiges Tuch angestachelt. Dabei spielt die Farbe keine Rolle, sondern vielmehr die irritierende Bewegung des Stierkämpfers, auch Matador, genannt.
In der zweiten Phasen treten die Gehilfen des Matadors in Aktion. Sogenannte Banderilla sind Holzstäbe mit Widerhaken, die die Gehilfen zur Provokation in den Nacken des Tieres stechen.
Damit ist die Provokation groß genug, damit der Stier gegen den Matador kämpft. Denn von Natur aus neigen Stiere nicht dazu, einen Kampf einzugehen.
Ziel des Stierkampfs und damit die letzte Phase, ist die Tötung des Stiers durch den Matador mit einem Degen. Der Mythos besagt, dass die rote Farbe des Tuchs sich durchsetzte, da das Blut des Stiers sich auf dem Tuch ausbreitete.
Um die spanische Tradition zu verstehen, muss dazu gesagt werden, dass die Stierkämpfe den armen Menschen zugutekamen. Denn das Fleisch der getöteten Tiere erhielten die Armen, damit Sie eine Mahlzeit hatten.

Ecija Stadt der Türme 300 Worte

Heute geht es mit dem Bus in eine weitere geschichtsträchtigste Stadt – nach Ecija. Nur etwa eine Stunde von Sevilla entfernt liegt die Stadt inmitten sanfter Hügel. Hier befindet sich auch die zweite Giralda. Zudem finden Sie wunderschöne Kirchen und Museen wie auch traumhafte Innenhöfe, deren Besuch Sie verzaubern wird. Dabei sind natürlich nicht die Türme zu vergessen, die nicht nur Wahrzeichen der Stadt, sondern auch die schönsten in ganz Andalusien sind.
Ecija ist die Stadt der Klöster und Herrenhäuser, die die Besucher schon von Weitem ins Staunen versetzen. Dabei muss gar nicht jedes Gebäude besichtigt bzw. besucht werden, da die prachtvollen Gebäude schon von außen ein wahres Meisterwerk sind, wenn Sie sich beispielsweise die Fassade des Peñaflor-Palastes anschauen.
Auch unter den Namen „Stadt der Sonne“ oder „Bratpfanne Andalusiens“ ist die Stadt der Türme bekannt und jeder weiß, auf was er sich einlässt, wenn er diese Namen hört, da sie schon einen Vorgeschmack auf diese Region geben.
Schon unter den Römern war Ecija ein wichtiges religiöses wie auch kulturelles Zentrum. Erst später wurde die Stadt Provinzhauptstadt und Bischofssitz. Leider wurden bei einem Erdbeben im 18. Jahrhundert zahlreiche der Gebäude zerstört, weshalb die Sehenswürdigkeiten in Ecija meist aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammen, was heißt, dass sie im Barockstil erbaut wurden. Deshalb ist Ecija die Stadt des Barocks in der Provinz Sevilla.
Das Zentrum der Stadt, der Plaza de España, ist mit wunderschönen Wasserspielen und Bänken versehen, um sich hier auszuruhen und das Treiben rund um den Platz wirken zu lassen. Während man die Seele baumeln lässt, kann man rund um den Platz die römischen Bäder Baño Romano, sowie die Kirche Iglesia de San Francisco und natürlich das Ayuntamiento de Ecija bewundern.
Auf dem Plaza Santo Domingo befindet sich einer der Türme, der zum Santo Domingo Kloster gehört. Dieser Turm ist mit einem riesigen Rosenkranz verziert und wirkt äußerst imposant. Doch auch in direkter Umgebung finden sich Kirchen und Ausgrabungen römischer Ruinen. Zudem zeigen die verwinkelten Gassen und die historische Altstadt auch die maurischen Einflüsse der wunderschönen und außergewöhnlichen Stadt, die Ihnen lange in Erinnerung bleiben wird.

Córdoba (Cordoba)

Andalusien Sehenswürdigkeiten: E-bike Reise Andalusien-Mezquita CordobaCórdoba liegt im Herzen Andalusiens, in einer weiteren Flusssenke, und ist eine Stätte von Vergangenheit und Gegenwart. Die Stadt, gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und besonders interessant sind die unterschiedlichen Kulturen, deren Einschläge hier deutlich zu erkennen sind. Córdoba war im Römischen Reich die Hauptstadt der Provinz Hispania Ulterior und war außerdem auch Kalifenresidenz des Kalifats der Omaijaden. Die malerischen engen Gassen in der Altstadt von Córdoba, die traumhaften Innenhöfe wie auch die Mezquida (Mezquita) sind ein absoluter Höhepunkt, den man nicht verpassen sollte. Zudem ist die Moschee-Kathedrale das Wahrzeichen der Stadt und vereint beide Kulturen.

Die ehemalige Kalifenresidenz Córdoba

Córdoba ist eine ehemalige Kalifenresidenz, die wir mit dem E-Bike erkunden werden. Die Alcázar de los Reyes Cristianos ist ebenfalls ein Wahrzeichen der Stadt und wurde etwa im 8. Jahrhundert errichtet. Insbesondere im Mittelalter erlangte die Alcázar Bedeutung, da hier König Ferdinand und Isabella achte Jahre lang lebten. Eine Mischung aus königlichem Palast und Festung ist diese imposante Residenz, in der Christoph Kolumbus zu Gast war und dem König sein Vorhaben vortrug. Seit dem Jahr 1931 ist die Festung ein historisches Baudenkmal und seit 1984 gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Vor allem die Sammlung antiker Kunstschätze wie auch der großzügig angelegte Garten mit Wasserspielen und Springbrunnen, die noch aus maurischer Zeit zeugen, sind faszinierend anzuschauen.

Die Kathedrale von Córdoba

Die Kathedrale von Córdoba ist eine der größten Sehenswürdigkeiten in Spanien, da sie Moschee und Kathedrale in einem ist. Die maurische Architektur mit ihrem unglaublichen „Säulenwald“, den 856 Säulen aus Jaspis, Marmor, Granit und Onyx begeistern jeden, der diese Moschee-Katherdrale gesehen hat. Mit insgesamt 23.000 qm zählt sie zu den größten Sakralbauten der Welt und Tausende Besucher besichtigen diese Mezquida (Mezquita) Kathedrale jedes Jahr.
Die gotische Kathedrale, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde, wirkt zwischen den orientalischen Säulen und Bögen wie ein Fremdkörper. Auch wenn sie sich eigentlich gar nicht in diesen maurischen Stil einpasst, ist es dennoch eine ganz besondere Erscheinung, die jedem den Atem raubt, so schön ist dieses Gebilde anzusehen.

Zuheros – das schönste weiße Dorf in Andalusien

Andalusien Sehenswürdigkeiten: E-bike Reise Andalusien ZuherosDas schönste weiße Dorf in Andalusien, welches wir auf unserer Elektro Fahrrad Tour besuchen, ist Zuheros. Gerade einmal 700 Einwohner sind in diesem Dorf mit der faszinierenden Architektur zu finden. Am Fuße einer arabischen Festung liegt das Dorf in der Provinz Córdoba und erstrahlt durch die weißen Fassaden und ockerfarbenen Dächer schon von Weitem. Die Bauten aus verschiedenen Epochen liegen im Parque Natural de las Subbéticas, welcher von der UNESCO als Geopark in die Liste aufgenommen wurde.
Zuheros war in der Mittelsteinzeit eine ganz besonderer Ort, da sich eine historische Schmugglerroute, der Camino de los Metedores, durch das 42 Quadratkilometer große Gebiet zieht. Gegründet wurde Zuheros von den Mauren im 10. Jahrhundert n. Chr. und sie legten diese wunderschöne Burg an, um sich zu schützen. Um 1214 gelangte das Gebiet in die Herrschaft König Ferdinands III., wurde aber von den Mauren immer wieder verteidigt, bis sie 1492 aus Spanien vertrieben wurden.

Andalusiens vielfältige Landschaft

Andalusien hat, wie Sie sehen werden, eine äußerst imposante und vielfältige Natur. Wenn wir durch die Berge fahren, können Sie das Meer und seine wunderschönen Strände, von oben glitzern sehen und der Ausblick entschädigt für die Bergtour und die Hitze mit dem elektrischen Fahrrad. Neben zahlreichen Oliven- und Orangenhainen werden Sie nicht nur unzählige Ziegen, die mit den Hirten unterwegs sind, entdecken. Auch Wildvögel, Echsen und andere Tiere sind hier heimisch und in großer Anzahl vorhanden. Die Flora und Fauna in Andalusien ist so vielfältig, dass allein diese Erkundung schon einen Besuch in die facettenreiche Region wert ist.

Via Verde

Der Via Verde ist ein Greenway, der sich über 23 Routen und etwa 500 km und meist über stillgelegte Eisenbahnlinien erstrecken. Das Programm wurden von verschiedenen Stellen in Andalusien ins Leben gerufen, um die Umwelt zu schonen und Menschen dazu zu bringen mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Doch der Via Verde ist wesentlich mehr, denn er bietet jedem Fahrrad-Touristen eine hervorragende Möglichkeit die teilweise noch unberührte Landschaft auf dem Rad oder E-Bike zu besichtigen und sich von der Schönheit verzaubern zu lassen. Dabei führt beispielsweise auch ein Greenway durch den Nationalpark Sierra de las Nieves, wie auch durch die Sierra Subbética und gibt den Reisenden einen faszinierenden Einblick ins Spaniens Natur.
Ein besonders schöner „grüner Weg“ ist der Via Verde del Aceite, der grüne Olivenölweg. Dieser Weg entstand auf der Bahnstrecke von Jaén nach Campo Real, die noch bis 1985 in Betrieb war. Fasst man den Weg durch die Sierra Subbética und den Camino Natural V.V. Aceite zusammen, ergeben sich fast 120 km Radweg auf der alten Bahntrasse.
Vor allem die wunderschöne Landschaft kann hier bewundert werden und mit viel Glück werden Sie auf ihrer E-Bike Tour zudem noch zahlreiche Vögel, Echsen und auch Wildziegen sehen. Der Via Verde ist einer der schönen Radwege in Europa und bietet nicht nur malerische Ausblicke auf das Mittelmeer, sondern auch eine faszinierende und teilweise dramatische Ansicht in Schluchten, Felsformationen sowie Oliven- und Orangen- oder Zitronenhaine.

 

Granada – Ein Traum aus 1001 Nacht

Andalusien Sehenswürdigkeiten: GranadaIm Süden Spaniens, nicht weit von der Mittelmeerküste entfernt liegt Granada. Eine Universitätsstadt inmitten industrieller Vororte im wunderschönen Andalusien. Nachdem Sie die Vororte der gleichnamigen Provinz mit dem E-Bike passiert haben, verzaubert Sie die Stadt Granada mit ihrem einzigartigen Flair und ihren imposanten Sehenswürdigkeiten. Besonders bekannt sind in Granada natürlich das Weltkulturerbe der UNESCO, die Alhambra und die Nasridenpaläste. Doch es gibt noch weitaus mehr in dieser multikulturellen Stadt zu entdecken.
Neben ihren 234.000 Einwohnern bietet die andalusische Stadt Granada viele Sehenswürdigkeiten. Darunter befindet sich das Weltkulturerbe der UNESCO, die Alhambra, welche jährlich zwei Millionen Touristen anlockt. Doch Granada ist nicht nur für Touristen interessant.
Spaniens größte Universität mit 17 Fakultäten ist unter Erasmusstudenten die beliebteste Universität in Europa. Damit trifft traditionelle Kultur auf jugendliche Wissbegierde. Dies spiegelt sich ebenfalls im Stadtbild wieder. Das Stadtviertel um die Universidad de Granada zeichnet sich durch seine Lebhaftigkeit aus. Wohingegen das bekannte Stadtviertel El Albaicín als ältestes Viertel der Stadt mit seinen schmalen malerischen Gassen ruhig und herzlich wirkt.
Von diesem Viertel haben Sie, aufgrund der Erhöhung, ein wunderschönen Blick auf die Burganlage Alhambra. Besonders zum Sonnenuntergang hin ergibt sich vom Aussichtspunkt Mirador de San Nicolás ein malerisches Bild, welches einem ansonsten verborgen bleibt. Denn befindet man sich in einem der anderen Stadtvierteln in Granada, scheint die Burg wie verschluckt zu sein. Die Sicht ist aufgrund der Höhenunterschiede innerhalb der Stadt verborgen.
Östlich davon befindet sich das Viertel Sacromonte sowie der gleichnamige Berg. Unter Wanderern ist dies ein Geheimtipp, da der Pilgerweg sowohl Wald, Wasser als auch Feigenkakteen bietet. Die wunderschöne Aussicht natürlich nicht zu vergessen. Sacromonte ist aber mehr, wie nur ein Wander- bzw. Pilgerweg. Denn hier tobt das Nachtleben und der Flamenco und ist ein touristischer Anziehungspunkt. Maurische Einflüsse und die noch heute dort lebenden Gitanos machen aus den Vierteln Albaicín und Sacromonte etwas ganz Besonderes und Unvergleichliches.
Aufgrund der interessanten Historie der Stadt verführt Granada mit abwechslungsreichen Sehenswürdigkeiten wie Palästen, Gärten, Monumenten sowie Landschaften. Die Straßennamen erinnern daran, dass sich die Iberische Halbinsel einst unter arabischer Herrschaft befand. Der daraus entsprungene maurische Stil prägte die Architektur Andalusiens bedeutend. Adaptiert aus der Antike erbauten die Araber viele Monumente, Gärten und Innenhöfe mit Elementen jener antiken Kunst. Ähnliche Motive finden sich auf sämtlichen Teppichen, Keramiken und Ziegelsteinen in Granada wieder.
Als Symbol der wieder gewonnenen Macht der Christen im 15. Jahrhundert führte zu vielen weiteren architektonischen Meisterwerken. Hierzu gehört die Kathedrale Granadas. Doch nicht nur die Architektur spiegelt die Geschichte wieder, auch Musik und Tanz sind durch Lebensfreude und Leidenschaft geprägt. So gilt Granada als Stadt des Flamencos, dem nationale Tanzstil.

Geschichtlicher Hintergrund zu Granada:

Andalusien weist viele multikulturelle Aspekte auf. Insbesondere in Granada spiegelt sich dies in der Architektur wieder. Die Alhambra zum Beispiel war über die Jahrhunderte verschiedenen Machthabern unterlegen und weist deshalb unterschiedliche Stile auf. Beim abendlichen Flanieren durch die schmalen Gassen fallen viele Details im maurischen Stil auf. Im Zentrum angekommen steht allerdings die Kathedrale von Granada, ganz im Zeichen des Christentums. Die Kathedrale hat sogar das Erzbistum der römisch-katholischen Kirche inne. Doch wie kommt es, dass Granada so viele Kulturen vereint?
Das Römische Kaiserreich nahm die Iberische Halbinsel, das heutige Spanien, in der Antike ein. Um 711, im frühen Mittelalter, eroberten Muslime das zuvor christliche Land. Die Araber gewannen mit Unterstützung der Mauren in der Schlacht gegen die Goten, die über Spanien regierten. Zu den Mauren zählten islamisierten Berber, also Muslime aus nordafrikanischen Stämmen. Der Einfluss des maurischen Stils ist insbesondere in Granada deutlich zu erkennen.
Als maurische Festung wurde die Alhambra erbaut. Mit ausgeprägten Stadtmauern schützte die Alcazaba, übersetzt die Zitadelle, das Innere der Burg. Nach der Eroberung entstand eine islamistische Dynastie namens Nasriden. Mit dem Emirat von Granada wurden wirtschaftliche Erfolge gefeiert und neue Paläste konnten errichtet werden. So wurden die Nasridenpaläste innerhalb der Alhambra errichtet, in denen sich der Regierungssitz befand. Außerdem wurde der Löwenhof mit einem schönen Brunnen erbaut, der einen Blick wert ist.
Der Generalife ist ein Sommerpalast der Nasriden-Machthaber gewesen und gehört mit seinen prachtvollen Gärten und maurischen Pavillons der Alhambra heute zum UNESCO Weltkulturerbe.
Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Herrschaft Spaniens von christlichen Königen übernommen. Lediglich Granada konnte lange Widerstand leisten. Nach elf Jahren musste auch Granada, als letzte Stadt Spaniens, in die Hände der christlichen Könige übergeben werden. Teile der Nasridenpaläste wurden leider für den Bau anderer Pläne der neuen Könige abgerissen. Als Siegesmonument wurde in Granada die Kathedrale einige Jahre später errichtet. Diese gilt noch heute als eines der größten Kathedralen Spaniens.

Granada : Alhambra

Andalusien Sehenswürdigkeiten: Alhambra

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Spaniens befindet sich auf dem Sabikah-Hügel in Granada, deren Eintrittstickets bereits Monate vorher ausverkauft sind. Es handelt sich um die Burganlage Alhambra, die im maurischen Stil errichtet, ein Höhepunkt der islamischen Baukunst repräsentiert. Die Alhambra liegt erhöht auf einem Bergrücken und gewährt einen imposanten und außerordentlich faszinierenden Blick über die Stadt.
Ursprünglich erbaut als Paradies auf Erden, ist die Burganlage mit ihren zahlreichen Gärten und Palästen mittlerweile als UNSECO Weltkulturerbe anerkannt.
Es gibt Spekulationen zu der Herkunft des Namens. Eine mögliche Bedeutung ist „die rote Burg“ oder „der rote Palast“ als Übersetzung ins Arabische.
Erstmals wurde die Zitadelle Alcazaba als Zuflucht damaliger Herrscher ausgebaut. Mit der Ankunft der Nasriden wurde die Alhambra als Regierungssitz genutzt und weiter ausgebaut. Die Alcazaba erhielt Wachtürme, um die Burganlage vor Angreifern zu schützen. Zu weiteren Bauplänen gehörte die Errichtung der Nasridenpaläste und die Gärten Generalife.
Der Großteil der von den Nasriden erbauten Festungsanlagen kann heute besichtigt werden. Allerdings wurde die Moschee für die Errichtung einer christlichen Kirche von den nachfolgenden Landesherrschern abgerissen. Diese Kirche scheint nicht dem ansonsten maurischen Stil der Alhambra zu entsprechen. Aufgrund der unterschiedlichen Machthaber im Mittelalter sind somit auch die stilistischen Einflüsse facettenreich.

Was Sie zum Eintritt in die Alhambra wissen sollten

Zur Saison sind Karten zur Alhambra vor Ort selten noch verfügbar, weshalb es empfohlen wird, Ihre Tickets bereits zuvor online zu bestellen. Diese kosten um die 30 €. Am Eingang sind Sie verpflichtet, große Taschen in kostenfreie Schließfächer einzuschließen. Nach etwas Wartezeit erhalten Sie Ihre Eintrittskarte. Auf diesem Ticket ist eine Uhrzeit vermerkt. Merken Sie sich diese, denn um diese Uhrzeit erhalten Sie Eintritt zu den Nasridenpalästen. Diese Regelung wurde aufgrund des großen touristischen Ansturms eingeführt. Bedenken Sie, Zeit einzuplanen, um innerhalb der Alhambra zum Eingang der Nasridenpaläste zu gelangen. Selten erhalten Sie bei einer Verspätung eine neue Uhrzeit zugewiesen. Falls Sie allerdings etwas Spanisch sprechen, ist es bei Verhandlungen hierzu von Vorteil.
Denn gerade die Palacios Nazaries, wie die Nasridenpaläste im Spanischen heißen, sind definitiv einen Besuch wert. Lassen Sie sich dies nicht entgehen!
Möchten Sie in Begleitung eines Reiseführers die Alhambra besichtigen, haben Sie die Möglichkeit, eine Führung für Ihren Besuch zu buchen. Inbegriffen ist dabei die Eintrittskarte, die Sie ohne Anstehen und die Führung durch die Alhambra erhalten.
Planen Sie für Ihren Besuch in der Alhambra einen ganzen Tag ein. Die Öffnungszeiten sind 9.00 bis 18.00 Uhr mit Ausnahme von Sonntag, da schließt die Alhambra bereits um 15.30. Ruhetag und damit ganztägig geschlossen ist hier am Montag.

Kathedrale von Granada

Die „Santa Maria de la Encarnación de Granada“ ist eine der größten Kathedralen Spaniens und gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Als Symbol wieder erlangter Macht erbauten die Christen die Kathedrale von Granada. Die Herrschaft Spaniens unterlag zuvor für Jahrhunderte den Mauren. Als letzte muslimische Bastion wurde Granada infolge der Rückeroberung Spaniens von der maurischen Herrschaft befreit. Als Zeichen des Triumphs sollte ein prächtiges Denkmal für das Christentum erschaffen werden. Bevor dies allerdings umgesetzt wurde, wurde die Königskapelle Capilla Real errichtet. Erst viele Jahre nach dem Bau der Kapelle wurde die Wunschkathedrale der katholischen Könige errichtet und kann heute für ein Entgelt von 5,- € besichtigt werden. Heute ist die Kathedrale der Sitz des Erzbischofs von Granada.

Corral del Carbón

Nur wenige Gehminuten von Ihrem Hotel Casa de la Trinidad befindet sich versteckt hinter engen touristischen Gassen ein altes Monument. Das Gebäude besteht aus Bauelementen im maurischen Stil. Die Nasriden erbauten während ihrer Regierungszeit diesen Getreidemarkt, der gleichzeitig als Unterkunft für durchreisende Kaufleute diente. Zu Zeiten der katholischen Könige diente es als Kohlenmarkt.
Nun ist das Stadtorchester in den Räumen untergebracht. Neben dem beeindruckenden Eingangsgebäude werden im Innenhof Aufführungen gezeigt. Darunter auch Tanzeinlagen des typisch andalusischen Tanzstils Flamenco.

Carmen de la Victoria

Cármenes sind Gärten, die nördlich der Alhambra in dem maurisch geprägten Stadtviertel Albaicín liegen. Aufgrund der Erhebung gewährt dieser Stadtteil einen unverwechselbaren Blick auf die Alhambra. Die arabische Kultur legt fest, dass alle dreizehn Monde eines Jahres etwas blühen soll. So sind die Innenhöfe der Cármenes mit Blumenbeeten, Orangenblüten und Wasserspielen geschmückt. Die Oasen ergeben einen idyllischen Rückzugsort hinter umzäunten Mauern.
Unter der Regierung der katholischen Könige ließen die Wohlhabenden ausladende Villen nördlich der Alhambra in dem Stadtviertel Sacromonte erbauen. Hierbei entstanden viele weitere Terrassengärten. Zugang zu den privaten Gärten kann bei einer Führung erlangt werden. Die Universität von Granada ist in Besitz einer der Terrassengärten. Dieser heißt Carmen de la Victoria und ist öffentlich zugänglich.

Die Stadt Granada

In Granada sollten sich aber nicht nur die zahlreichen Sehenswürdigkeiten angeschaut werden. Auch die Stadt selbst ist faszinierend und das bunte Treiben in den kleinen Gassen rund um den Marktplatz wird Sie beeindrucken. Hier bieten zahlreiche marokkanische Händler Lederwaren, Schmuck, Deko und alles was das Herz begehrt, an. Auch Souvenirs können hier sehr gut erstanden werden. Wer sich etwas abseits der Innenstadt bewegen möchte, wird zudem urige kleine Bars finden, die zum einen sehr preiswert sind, im Gegensatz zu den Lokalen in der Innenstadt, und zum anderen ein typisch spanisches Essen für Sie bereithalten. Dies können Sie selbstverständlich auch an unserem letzten Abend unserer wunderschönen und facettenreichen E-Bike Reise durch Andalusien kosten. Bei einem stimmungsvolles Abendessen in der Altstadt von Granada können Sie die Reise noch einmal Revue passieren lassen und bei Tapas und einem guten spanischen Wein Abschied aus Andalusien nehmen.