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Südafrika Sehenswürdigkeiten

Südafrika Rundreise mit dem E-Bike – zum Reiseverlauf

Südafrika Sehenswürdigkeiten, Highlights und Tipps

Südafrika ist geprägt von unterschiedlichsten Landschaften mit unvergleichlichem Reiz sowie einer bunten Völkervielfalt und wird nicht umsonst “Regenbogennation” genannt. Der touristische Magnet zieht jährlich viele tausende internationale Besucher in seinen Bann. Nach dem Ende der rassistischen Apartheidspolitik ist Südafrika zu einem der Top-Reiseziele der Welt avanciert. In Südafrika erwartet sie eine aufregende Mischung aus verschiedensten kulturellen Traditionen, eine hervorragende Infrastruktur, faszinierende Sehenswürdigkeiten und Restaurants und Unterkünfte, die unter den besten der Welt rangieren.
Die Provinz West-Kap zieht die meisten internationalen Besucher an. Die Metropole Kapstadt mit der berühmten Waterfront – Cape Town oder Afrikaans Kaapstad – liegt inmitten einer traumhaften Landschaft. Die “Mutterstadt” ist eingerahmt von Devil’s Peak, Lion’s Head und Signal Hill – überragt vom blau schimmernden Massiv des Tafelbergs, der sich majestätisch zwischen der False Bay und dem offenen Atlantik erhebt.
Darüber hinaus gibt es herrliche Strände, grandiose Landschaftsszenerien und Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Zudem ist Südafrika – und besonders die Kapregion – für seinen Weinanbau berühmt. Verantwortlich dafür ist der Benguelastrom, eine kühle Meeresbrise aus der Antarktis (Südlicher Ozean oder Südpolarmeer), sonst wäre das Klima viel zu warm für den Anbau von Trauben.
Die “südafrikanische Riviera” erstreckt sich weiter östlich und führt mit der Garden Route entlang des Atlantischen Ozeans. Sie erleben felsige Küstenregionen, lange Sandstrände und die Reste uralter Waldbestände.
Tauchen Sie ein in das unvergleichliche Flair und die beeindruckende Vielfalt an Landschaften und kulturellen Einflüssen am “schönste Ende der Welt”.
Willkommen auf Ihrer Belvelo Rundreise durch Südafrika mit dem E-Bike. In den folgenden Unterpunkten möchten wir Ihnen ausgewählte Highlights und Sehenswürdigkeiten Ihres Südafrika-Urlaubs genauer beleuchten. Mit dem E-Bike unternehmen Sie spannende Ausflüge auf der Garden Route.

Inhaltsverzeichnis



Entdecken Sie das Castle of Good Hope

Südafrika Sehenswürdigkeiten auf Ihrer E-Bike Reise - Kap der guten HoffnungEinen ersten Eindruck von der Faszination Kapstadts erhalten Sie schon bei unserem ersten Besuch im Castle of Good Hope. Das von 10 Meter hohen Erd- und Steinwällen umgebene Kastell ist über 350 Jahre alt – es wurde zwischen 1666 und 1679 erbaut. Seine Wehrhaftigkeit musste die Sehenswürdigkeit nie im Ernstfall unter Beweis stellen – ein glücklicher Umstand, beachtet man, dass der Standort keinen besonderen Schutz bot. Auf Afrikaans heißt das Gebäude: Kasteel de Goede Hoop und ist das älteste noch erhaltene europäische Gebäude in Südafrika. Das pentagonförmige Kastell geht auf ein vorheriges Konstrukt aus Erde und Holz zurück, dass Jan van Riebeeck im Jahre 1652 erbauen ließ. Ursprünglich war es als Versorgungsstation für die holländisch-ostindische Handelskompanie am Kap der guten Hoffnung auserkoren. Die fünf Festungsecken sind jeweils von einer Bastion gekrönt und nach den Titeln von William Prince of Orange benannt: ausgehend vom westlichen Bau: Leerdam, Buuren, Catzenellenbogen, Nassau und Oranje. Das Kastell ist nach wie vor das Hauptquartier des Militärs in Westkap. Wenn Sie das Glück haben, an einer Mittagsführung an Werktagen teilzunehmen, wartet eine kleine Attraktion auf Sie. Dann können Sie den Wachwechsel hautnah erleben. Auch um 10 Uhr (werktags) können Sie Zeuge einer altehrwürdigen Schlüsselzeremonie am Haupttor werden.
Sie sollten unbedingt die kleinen Museen in den Seitenflügeln des Kastells besuchen. Hier können Sie unter anderem einige Militaria sowie eine Kunst- und Möbelsammlung mit einigen faszinierenden Exponaten und Sehenswürdigkeiten kapholländischer Möbel besichtigen. Highlights des Museums sind zweifelsohne eine Tafel für 100 Personen sowie Gemälde des Künstlers John Thomas Baines. Ein anderer Seitenflügel beherbergt ein kleines Theater, in dem Komödien aufgeführt werden. Auch den Dolphin Pool – ein pittoresker Innenhof mit Brunnen – sollten Sie gesehen haben.

Erstürmen Sie den Gipfeln des bekanntesten Berges Südafrikas – Der Tafelberg

Südafrika SehenswürdigkeitenDer Tafelberg ist Südafrikas bekanntester Berg, erhob sich vor 250 Millionen Jahren aus dem Meer und gehört heute – neben den Drakensbergen – zu den landschaftlichen Attraktionen Afrikas. Seine Grundfläche erstreckt sich über mehr als 60 Quadratkilometer. Von seinen Gipfeln aus genießen Sie eine absolut einzigartige Aussicht auf Kapstadt und bei günstigem Wetter sogar auf die gesamte Kap Halbinsel. Er ist mit seinen etwa 1085m sogar berühmter als die Drakensberge – Afrikas höchstes Gebirge mit 3482m. Die charakteristische Form des Lions Head (Löwenkopf) ist vom Tafelberg ebenso zu bewundern wie der Signal Hill, der aussieht wie der Körper eines Löwen. Seit 1957 steht das Gebiet offiziell unter Naturschutz. Ein wichtiger Schritt, wachsen hier doch etwa 1.400 seltene Pflanzenarten, mehr als auf den gesamten britischen Inseln. Viele von ihnen gedeihen nirgendwo sonst auf der Welt. Zudem gibt es viele seltene Tierarten die speziell an das Leben auf dem Berg angepasst sind. Unter Ihnen ist der murmeltiergroße und zutrauliche Klippschliefer wohl der bekannteste. Um sich einen besseren Halt an den glatten Felsen zu ermöglichen, sondern Klippschliefer an den Füßen ein klebriges Sekret ab und ihre Rippen sind flexibel, damit sie auch in enge Felsspalten passen.
Der Tafelberg ist jedoch in bestimmten Wetterkonstellationen auch nicht ganz ungefährlich. Jedes Jahr müssen ungefähr ein Dutzend Wanderer von Helikoptern gerettet werden.
Dies ist häufig der Fall, wenn sich das “Tischtuch des Teufels” (devil’s tablecloth) über den Tafelberg legt. In dieser Wetterlage bringt der Southeaster (ein äußerst kräftiger Sommerwind) feuchte Luft aus der False Bay heran, die dann am Tafelberg kondensiert. So wird der gesamte Tafelberg in Sekunden in dichten Nebel gehüllt. Die angenehme Nebenerscheinung des Southeaster ist, dass er Smog, Staub und Pollen aus der Stadt bläst. Da er sehr wirksam gegen diese Umweltverschmutzer ist, wird er oft auch “Kap-Doktor” genannt.
Im Jahr 2004 wurde der Aussichtspunkt renoviert. Er ist jetzt kameraüberwacht, hat Toilettenhäuschen und verfügt über ein großes hölzernes Aussichtsdeck mit Blick auf Kapstadt, Sea Point, die Tafelbucht und Robben Island. Auf dem Signal Hügel befindet sich die Noon Gun, die schon viele Neuankömmlinge erschrecken konnte. Denn jeden Tag um 12.00 Uhr Mittags donnert die Schwarzpulverkanone aus dem 18. Jahrhundert. Ursprünglich diente die Noon Gun als Signalgeber für ankommende Schiffe – jetzt leutet sie explosiv die Mittagspause ein.
Um die 701 Meter Höhenunterschied zu überwinden, benutzen wir – wie die meisten Südafrika-Touristen – die berühmte Tafelberg Seilbahn: die Table Mountain Cable Way. Die Fahrt auf den Tafelberg startet von der Talstation Kloof Nek und dauert so nur etwa fünf Minuten, in der Sie 1.244 Meter Drahtseil überwinden. Die 1922 eröffnete Seilbahn wurde 1997 von Grund auf saniert. Ein Highlight der Sanierung: sie besitzt nun sich selbst drehende Panorama-Gondeln.

Townships im Osten Kapstadts – die andere Seite Südafrikas

Die riesigen Townships Langa, Khayelitsha und Mitchell’s Plain sind Erbstücke der Apartheidpolitik. Viele Südafrika-Touristen wundern sich über touristische Führungen in Gegenden, die von bitterer Armut bestimmt sind. Doch diese Touren vermitteln Ihnen ein sehr genaues Bild von der Ambivalenz der Stadt und von den Schwierigkeiten, denen sich viele ihrer Einwohner täglich stellen müssen. Wer nicht nur die eurozentristisch geprägte Sicht und Präsentation südafrikanischer Sehenswürdigkeiten erleben will, sondern einen ganzheitlichen Blick auf Südafrika wagt, sollte einen Besuch in die riesigen Townships im Osten von Kapstadt unternehmen. Die Touren zeigen neben großem Elend auch viele wunderbare Dinge und besondere Menschen. Seit einiger Zeit gibt es dazu von örtlichen Reiseveranstaltern angebotene Thementouren. So lernen Sie das Land wirklich kennen und entdecken die Spuren der Sklaven am Kap sowie der muslimisch geprägten Malaien.

Was hält ein Besuch im Botanischen Garten Kirstenbosch bereit?

Südafrika Radreise mit dem E-Bike - Botanischer Garten KirstenboschDer vierte Tag Ihrer Belvelo-Radreise durch Südafrika führt Sie in den herrlichen Botanischen Garten “Kirstenbosch”, in dem Sie die berühmte Fynbos-Vegetation (Protea und Heidekraut) bewundern werden. Kirstenbosch schmiegt sich südwestlich an die zur False Bay und Cape Flats zugewandte Seite des Tafelberges. Auf ca. 500 Hektar haben Besucher aus aller Welt die Möglichkeite ca. 9.000 der rund 22.000 in Südafrika beheimateten Pflanzenarten zu bestaunen. Aus diesem Grund wird der Garten auch zur Umwelterziehung genutzt – so werden auch Sie wahrscheinlich vormittags einigen Gruppen von Schulkindern begegnen. Die Anlage wurde 1657 von Jan van Riebeeck ins Leben gerufen. Sein privates Anwesen taufte er auf den Namen “Boschheuwel”. Die berühmte Hecke aus Mandelbäumen wurde 1660 angelegt und diente als Grenze des holländischen Außenpostens. Der Name Kirstenbosch etablierte sich erst im Laufe der Verwaltung durch J. F. Kirstens zu Beginn des 18. Jahrhunderts.
Auch Besucher, in deren Brust kein Botanikerherz schlägt, werden verzaubert vom Geranien-Hügel, einem Skulpturengarten sowie einem Bereich, wo Pflanzen angebaut werden, die die sangomas (trad. afrikanische Heiler) für ihre muti (Heilmittel) verwenden. Zudem gibt es einen für Besucher mit Sehbehinderungen angelegten “Aromagarten”. Dieser hat erhöhte Beete und Pflanzen sowie Namensschilder in Brailleschrift. Bewundern Sie alte Zikaden, Erika, Proteen, Farne und Pelargonien.
Der Botanische Garten Kirstenbosch bietet Ihnen Themenspaziergänge, in denen man die Bäume, Sträucher und Blumen entdecken kann. Für den heimischen Garten können Sie zudem im Souvenirshop Pflanzen oder Samen erwerben.

Was kann ich in Stellenbosch entdecken?

Sehenswürdigkeiten in Südafrika - StellenboschStellenbosch ist nicht nur ein Handels- und Landwirtschaftszentrum, sondern seit 1918 auch Universitätsstadt, in der ca. 65.000 Einwohner leben. Hier vereint sich urbanes Flair einer modernen Stadt mit dem Charme einer traditionsreichen Regionalmetropole. Stellenbosch wird heute aufgrund seines Baumbestandes auch als “Stadt der Eichen” bezeichnet. Der zauberhafte Ort ist umgeben von fruchtbaren Tälern, die Obst sowie Wein liefern. Die Stadt wurde 1679 gegründet und ist damit die zweitälteste Stadt des Landes. Sie diente ursprünglich als Versorgungsbasis für die Schiffe der niederländischen Ostindien-Kompanie in der Tafelbucht. Viele der Häuser aus dem 18. Jahrhundert wurden liebevoll restauriert und sind als Nationaldenkmal geschützt.
Wollen Sie die kapholländische Architektur besonders eindrücklich erleben, dann besuchen sie Braak – den zentralen Platz des charmanten Universitäts-Städtchens. Um die Grünanlage, wo früher Paraden und ähnliche Festivitäten abgehalten wurden, finden Sie eine Reihe beeindruckender Gebäude, wie das Burgerhuis von 1797 und das Kruithuis von 1717. Letzteres war das ehemalige Arsenal der niederländischen Ostindien-Kompanie und ältestes erhaltenes Pulvermagazin im südlichen Afrika.
Ein Blick wert ist auch das Stellenbosch Village Museum. Hier können Sie die typischen Häuser der Architektur des 18. und 19. Jahrhunderts mit Interieur bestaunen.

Was bietet das Jonkershoek und Assegaaibosch Naturreservat?

Südafrika Sehenswürdigkeiten - Jonkershoek und Assegaaibosch NaturreservatNicht weit von Stellenbosch – etwa neun Kilometer – liegt das beeindruckende Jonkershoek Naturreservat. Hier erleben Sie auf ca. 10.000 Hektar die einzigartige Berglandschaft Südafrikas mit weiten malerischen Tälern ursprünglicher Wildnis und einer reichhaltigen Vegetation mit tausenden von Pflanzenarten. Das Naturreservat Jonkershoeck bietet auf 9.800 Hektar Fläche mehrere tolle Wanderrouten.
Es umschließt das kleinere und übersichtlichere Naturreservat “Assegaaibosch” mit ca. 204 Hektar. Hier können Sie die für Südafrika typische Berg-Fynbos-Vegetation bewundern. In einem kleinen Wildblumengarten werden die einzelnen Pflanzen vorgestellt, und schattige Plätze laden zum Picknicken ein. In der Nähe ist die Jonkershoek Fish Hatchery angesiedelt. Dort werden vor allem Forellen gezüchtet.
Wenn Sie ein Fernglas im Reisegepäck haben – oder mit ein wenig Glück auch ohne – werden Ihnen einzigartige Wildtiere in freier Natur begegnen. Nicht selten trifft man auf Leoparden, Honigdachse, Paviane, Klipspringer, Mugos, Eisvögel, Fischadler, Adlereulen, Agama Eidechsen u.v.m. Die Tiere sind sehr vorsichtig und haben oft mehr Angst vor Ihnen als umgekehrt. Es besteht also kein Grund zur Sorge. Wer sich nur ein bisschen für die unberührte Natur interessiert, wird hier seine Freude habe haben.
Von Stellenbosch aus fahren Sie ca. neun Kilometer auf einer leicht ansteigenden Straße bis zum Eingang des Naturreservats. Für Ihr E-Bike (bzw. Pedelec) ist das kein Problem. Sie genießen die einzigartige Landschaft Südafrikas.

Auf Du und Du mit den grauen Riesen im Addo Elephant Park

Der Addo Elephant National Park ist Südafrikas abwechslungsreichster und kontinuierlich wachsender Park nordöstlich von Port Elizabeth. Der Nationalpark zieht jährlich ca. 120.000 Besucher an, wovon ein Großteil aus Deutschland, Großbritannien sowie den Niederlanden kommt. Er wurde errichtet, um die letzten elf Elefanten zu schützen und ihre Population wieder zu erhöhen.
Südafrika Sehenswürdigkeiten Addo Elephant ParkUm zu verstehen, wie es soweit kommen konnte, müssen wir ein wenig zurückblicken. Als die ersten Siedler der Addo-Regionen einst begannen Land zu roden, wurden sie immer wieder von noch älteren Bewohnern des Kontinents besucht. Die Elefanten verwüsteten allerdings immer wieder ihre Siedlungen und Felder. Die Siedler wollten daraufhin ihr Farmland gegen weitere Verwüstungen schützen und die Elefanten wurden in der Folgezeit von Jägern und Farmern grausam gejagt. Im Jahr 1919 beauftragte die Kap-Regierung sogar einen Berufsjäger damit, die Elefanten gänzlich auszurotten. Er hatte nach einem Jahr bereits 120 Elefanten gejagt. Doch die Bevölkerung bekam Mitleid mit den Elefanten und solidarisierte sich mit den noch übrig gebliebenen Tieren. Der Addo Elephant Park wurde schließlich 1931 zum Schutz der letzten elf Elefanten gegründet. Durch die Verfolgung waren die verbliebenen Elefanten allerdings sehr aggressiv und gefährlich, weshalb versucht wurde, sie mit vergärten Apfelsinen zu besänftigen. Das Vorhaben glückte und die Elefantenpopulation begann wieder zu wachsen. So stieg ihre Zahl 1954 auf 22 Elefanten. Der damalige Parkmanager Graham Armstrong ließ eine Fläche von 2.270 Hektar mit Elefanten-Zäunen umgeben. Bis heute nutzt man diesen Zaun und hat ihn zu Ehren des Gründers „Armstrong-Zaun“ genannt. Bei den Elefanten blieben Apfelsinen weiterhin sehr begehrt und sie reagieren über, wenn sie den Duft einer Zitrusfrucht riechen – sie zertrümmern sogar Autos. Aus diesem Grund ist es heute nicht erlaubt, Zitrusfrüchte mit in den Park zu nehmen. Im Jahr 2006 wurden sogar knapp 400 Elefanten gezählt – was auch das ökologisch vertretbare Maximum des Nationalparks darstellt. Wenn die Zahl der Elefanten die maximale Größe übersteigt, werden Tiere an benachbarte Reservate und Nationalparks verkauft.
Im Addo Elephant National Park können Sie die sogenannten “Großen Fünf” bewundern – als “Big Five” bezeichneten Großwildjäger früher fünf Tierarten in Afrika: dies waren Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard, deren Jagd besonders gefährlich war.
Seit 2003 können Sie im Addo Elephant Park auch wieder Löwen und Hyänen (Tüpfelhyänen) bewundern. Da die Landschaft des Nationalparks nur niedrige Büsche hat, waren die Löwen bei der Jagd sehr erfolgreich, was wiederum die Population der Antilopen (Bontebok Antilopen) bedrohte. Ein Teil der Löwen wurde deshalb in den Krüger Nationalpark umgesiedelt.

Erleben Sie ein faszinierendes Naturerlebnis auf einer Wanderung auf der Robberg Halbinsel

Südafrika Sehenswürdigkeiten Robberg HalbinselDie Robberg Halbinsel liegt in der Plettenberg Bay und ragt wie ein ausgestreckter Finger ins offene Meer. Die Plettenberg Bucht mit ihren traumhaften Stränden gehört zu den beliebtesten Badeorten entlang der Garden Route. Die Stadt verläuft entlang der Bucht und wird von der Robberg Halbinsel (auch: Robberg Nature Reserves) vor dem Meer geschützt.
Während die nördliche Seite der Halbinsel eine fantastische Aussicht auf die Plettenberg Bucht bietet, hält die südliche Seite faszinierende Felsformationen bereit, von denen aus Sie faszinierende Tiere wie Robben, Austernfischer oder Haie beobachten können. Naturfreunde werden sich nicht sattsehen können. So wird die Robberg Halbinsel durch eine Seebärenkolonie bewohnt, die auf der Buchtseite in geschützter Lage siedelt (Seebären gehören zur Gattung der Ohren-Robben). Sie können die Seebären von einem Aussichtspunkt aus ca. 100 m Höhe ganzjährig beobachten. Ein Blick aufs offene Meer lohnt sich in jedem Fall, denn durch die erhöhte Position auf Robberg können Sie ausgezeichnet Delfine, Wale und manchmal auch Haifische beobachten. Auch weitere faszinierende Tiere können Sie auf dieser Wanderung sichten. So ist es keine Seltenheit, Kapohren-Robben, Möwen, Austernfischer oder Tümmler zu sichten.
Wer von Ihnen fasziniert ist von Anthropologie und Geschichte, kommt auf Robberg ebenfalls auf seine Kosten. Denn hier befinden sich mehrere Felsenhöhlen, die einmaliges Zeugnis von der frühen Menschheitsgeschichte ablegen. Die wohl bekannteste unter Ihnen ist die Nelson Bay Cave: hier lebten Menschen vor 120.000 Jahren bis zum endlichen Steinzeitalter (vor 12.000 Jahren). Eine Karte mit vier unterschiedlich schwierigen Wanderwegen bekommen Sie am Eingang der Robberg Halbinsel.

Was sind kulinarische Besonderheiten Südafrikas?

Die Speisekarte in einem typischen südafrikanischen Restaurant ist ebenso vielfältig wie die Bewohner dieses wunderbaren Landes. Die Capetonians sind sehr lifestyle- und trendbewusst, so setzen sich auch Trends aus Paris, New York und Los Angeles schnell durch. Im Grunde gibt es also nichts, was es nicht gibt: orientalische Lokale, Texmex-Restaurants, Cafés, Tapas- und Espresso-Bars und Bistros finden sich ebenso wie orientalische Lokale und Delis, welche immer Pesto und sonnengetrocknete Tomaten auf ihrer Speisekarte führen.
Was das Frühstück angeht, so ist der Einfluss der britischen Traditionen ungebrochen. So können Sie ein typisches English Breakfast aus Eiern, gegrillten Tomaten, Speck, Marmelade und Toast genießen – keine Sorge: in den meisten Hotels wird dieses Angebot durch ein reichhaltiges Buffet ergänzt.
Ansonsten ist eine Vorliebe für Gegrilltes vorherrschend, welche auf die Zeit der Voortrekker (Pioniere) zurück geht. Diese konnten auf ihren langen Reisen nur das Nötigste mitnehmen. Sie aßen, was sie gejagt hatten und mussten es am Feuer braten. Aus der Not wurde eine Tugend und so hielt das Braaivleis (Bratfleisch) Einzug in die südafrikanische Esskultur. Neben Rind,- Schweine-, und Hammelfleisch gehört dazu auch die schneckenartig gekringelte Boerewors (würzige Bratwurst) und Pap (trockener Maisbrei).
Wirklich unverwechselbar und exotisch ist die südafrikanische Küche aber erst durch die Einflüsse der malaiischen und indischen Küche. Zu den bevorzugten Gerichten zählen u.a. Sasaties (Fleischspießchen von Hammel und Rind), Bobotie (ein Auflauf aus Lamm und Curry) und Bredies (Fleisch und Gemüseeintöpfe).
In den Küstenorten kommen Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten auf Ihre Kosten. Crayfish (Langusten) und Lobster (Hummer) gehört zu den verbreiteten Spezialitäten.

Was gilt es beim Restaurantbesuch in Südafrika zu beachten?

Andere Länder, andere Sitten heißt es vielerorts. Wir haben einige Besonderheiten, die es bei Ihrer Radreise nach Südafrika – und besonders in Kapstadt – zu beachten gilt, für Sie zusammengetragen. Der Dresscode für Restaurants am Kap ist “smart casual” (lässig-elegant). Auch wenn es bequem ist, vermeiden Sie am besten Sandalen, Turnschuhe oder allzu lässige kurze Hosen. Etwas kurios für Besucher aus Deutschland: Sie dürfen Ihren eigenen Wein in ein Restaurant mitbringen: dafür wird in der Regel ein zu verschmerzendes “Korkgelt” oder “corkage fee” berechnet. Besonders für Restaurants am Kap empfehlen wir Ihnen eine Reservierung. Das Serviceentgelt ist – anders als hierzulande – nicht in der Rechnung enthalten. Schlagen Sie also etwa 10 Prozent auf. Diese 10 Prozent entsprechen nicht unserer Auffassung vom Trinkgeld, sondern sind zum Teil als Serviceentgelt zu verstehen. Sie können den Betrag entweder auf dem Tisch zurücklassen oder auf der Kreditkartenabrechnung eintragen.
Es ist allgemein üblich, Sie zu Ihrem Tisch zu führen. Vermeiden Sie es also, nassforsch auf einen freien Tisch zuzurennen. Bitte beachten Sie zudem, dass in den muslimischen kapmalaiischen Restaurants kein Alkohol reserviert wird.

Welche Getränke sollten Sie in Südafrika einmal probieren?

Appletiser und Grapetiser sind die typischen alkoholfreien Getränke in Südafrika. Dies ist entweder Apfelsaft oder Traubensaft mit Mineralwasser versetzt. Kohlensäurehaltige Getränke werden hier als “Cool Drinks” bezeichnet. Auch die Fruchtsäfte aus der Region sollten Sie probieren.
Die gezapften Biere werden in der Regel in großen 500 ml oder kleinen 250 ml Gläsern serviert. Auch in Dosen oder sogenannten “dumpies” (kleine Flaschen) können Sie Bier kaufen.
Die bekanntesten Biersorten am Kap heißen: Black Label, Lion, Castle oder Amstel. Der Alkoholgehalt beträgt um die 5 Prozent.
Sollte es sich ergeben, so sind die von kleineren Brauereien hergestellten Biere wie Birkenhead’s (Stanford) oder Mitchell’s (Kapstädter Waterfront), Foresters aus Knysna, Darling Brew Slow Beer oder Union Craft Beer schon eher einen Schluck wert. Die vielseitigen Biersorten der Cape Brewing Company werden ebenfalls sehr gelobt.
Wer ein Bier aus rein natürlichen Zutaten sucht, wird beim z.B. beim Windhoek Beer, welches in Namibia gebraut wird, fündig. Ebenfalls aus Namibia und nach deutschem Reinheitsgebot gebraut sind die Sorten Tafel, Hansa und Hansa Märzen. Jedes Jahr im November findet das Cape Town Festival of Beer statt. An insgesamt drei Tagen präsentieren alle kleineren Brauereien der Gegend ihre Kreationen.

Welche südafrikanischen Weine gibt es zu entdecken?

Exkurs: eine kleine Geschichte südafrikanischen Weinanbaus

Der Weinanbau in Südafrika ist weltberühmt und kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Schon Jan van Riebeeck – niederländischer Schiffsarzt und Begründer der Kapkolonie – baute aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen und sehr guten Bodenqualität eigenen Wein in der Kapregion an. Zu einer Erfolgsstory wurden südafrikanische Trauben allerdings erst 1679 mit der Ankunft des Gouverneurs Simon van der Stel. Auf ihn geht das weltbekannte Weingut Constantia zurück, das noch heute existiert. Er war es auch, der den Siedlern rund um Stellenbosch seine Fähigkeiten und Fertigkeiten in Sachen Weinanbau weitergab. Auch die Hugenotten, die etwa zeitgleich in Südafrika ankamen, brachten ihre Expertise im Weinanbau ein und trugen ebenfalls zur Entwicklung des Anbaugebietes Südafrika bei.
Was man sich heute kaum vorstellen kann: mit Ausnahme der auf Constantia angebauten Weine waren die Tropfen anfangs nicht sehr gefragt und die meisten Trauben wurden nur zu Brandy weiterverarbeitet. Erst im Zuge des Krieges gegen Frankreich Anfang des 19. Jahrhunderts importierten die Briten in zunehmendem Maße auch südafrikanischen Wein. Heute hat sich Südafrika fest etabliert unter den Top-Weinanbaugebieten. Die kühlen Küstenregionen östlich von Kapstadt bringen neue Anbaugebiete wie Mossel Bay, Walker Bay und Elgin hervor. Auch Durbanville und Darling weiter nördlich sowie die Swartlands und die Gegend um Paardeberg sind bekannt für hochwertige Weine.
Seit den 1990er Jahren hat der Weinanbau einen erneuten Aufschwung erfahren. Nach dem Wegfall der Sanktionen, welche die Apartheid-Politik verhängte, wurde der Weg für den erfolgreichen Export der edlen südafrikanischen Weinsorten.

Klimatisch ist Südafrika auf den ersten Blick nicht gerade prädestiniert für den Weinanbau, denn streng genommen ist es viel zu warm. Eine kühle Meeresströmung – der Benguelastrom, welcher von der Antarktis kommt – wirkt sich allerdings sehr begünstigend auf den Weinanbau aus.

Die berühmtesten Rebsorten Südafrikas

Sehr verbreitet ist die Chenin-Blanc, eine weiße Rebsorte, die in Frankreich und eben Südafrika beheimatet ist – dort trägt sie auch den Namen Steen. Wenn Sie einen köstlichen Weißwein dieser Rebsorte probieren, werden vielleicht ihre typischen Aromen Aprikose, Birne, Apfel, Orange, Zitronenmelisse und Quiche Ihren Gaumen umschmeicheln.
Auch Sauvignon Blanc und Chardonnay sind südafrikanische Rebsorten, die ausgezeichnete Weißweine hervorbringen.
Pinotage ist eine typisch südafrikanische Rebsorte für Rotwein. Bei dieser “Nationaltraube” handelt es sich um eine Züchtung, die 1924 erstmalig aus Cinsault und Pinot Noir kombiniert wurde. Die Rotweine dieser Traube glänzen mit einer Geschmackskombination aus Kaffee, Brombeere, Paprika und schwarzer Johannisbeere. Am besten passen sie zu rustikalen Grillgerichten.
Cabernet Sauvignon: Wenngleich die Rebsorte eigentlich in Bordeaux beheimatet ist, so gedeiht sie im südafrikanischen Klima ebenfalls sehr gut. Diese Rebsorte wird vorrangig in der Region Franschoek angebaut. Charakteristisch für Rotweine aus Cabernet Sauvignon ist sein tiefdunkles Rot und das Aroma schwarzer Johannisbeeren. Auch Lakritz- und Vanille Nuancen sind herauszuschmecken.

Brauche ich für meine E-Bike Rundreise ein Visum für Südafrika

Für kurzfristige touristische Besuchs- oder Geschäftsreisen nach Südafrika benötigen deutsche Staatsangehörige vor der Einreise grundsätzlich kein Visum. Gegen Vorlage eines am Einreisetag noch ausreichend gültigen deutschen Reisepasses (siehe Reisedokumente) und eines gültigen Rückflug-Scheines wird bei Einreise in aller Regel eine Besuchsgenehmigung („visitor’s visa“) für den Zeitraum der geplanten Reise, jedoch maximal mit einer Gültigkeit von bis zu 90 Tagen erteilt. Weitere Informationen finden Sie hier: Auswärtiges Amt.

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Südafrika Sehenswürdigkeiten und Tipps – Auf einen Blick

  • Castle of Good Hope
  • Tafelberg
  • Townships im Osten Kapstadts – die andere Seite Südafrikas
  • Botanischer Garten Kirstenbosch
  • Stellenbosch
  • Jonkershoek und Assegaaibosch Naturreservat
  • Addo Elephant Park
  • Robberg Halbinsel
  • Kulinarische Besonderheiten Südafrikas

Unsere Quellen und Lesetipps für Sie

Richmond, Simon / Ranger, Helen: Kapstadt (2009): Cityguide (mit extra Cityplan). Deutsche Ausgabe übersetzt von Olaf Bentkämper, Ostfildern: MairDumont.

Losskarn, Elke / Losskarn, Dieter (2006): Vom Krügerpark nach Kapstadt : gemütliche Restaurants, abenteuerliche Safaris, stilvolle Unterkünfte – drei Wochen Südafrika zwischen Wild und Wein für Genießer,  Markgröningen: Reise-Know-How-Verl. Hermann.

Losskarn, Dieter (2015): Kapstadt & Kap-Provinz. Mit ungewöhnlichen Entdeckungstouren, persönlichen Lieblingsorten und separater Reisekarte. Ostfildern: DuMont Reiseverlag.

Hagemann, Albrecht / Noß, Christian (2007): Südafrika. Hotels, Restaurants, Museen, Nationalparks, Wanderungen, Strände, Wunder der Botanik,  Top-Tipps, München: ADAC-Verlag.